Grotz, Rahemipour

Fokum Evening Lecture  Winter Term 2025/2026

TU BERLIN // ONLINE

Kathrin Grotz, M.A., and Prof. Dr. Patricia Rahemipour, Berlin, talk about:

Museen zählen – auch in Euro. Erfolgsfaktoren und ökonomische Wirkung der Museumslandschaft in Deutschland

Date: 19 January 2026, 18:15-19:45 CET
TU Berlin Zoom-Link: https://tu-berlin.zoom-x.de/j/68742883079?pwd=NvVHLOMVR1P3LxYdJnnGa7pCt8UQJ3.1

© Staatliche Museen zu Berlin, Institut für Museumsforschung / Grafik: Julia Neller

++Title, abstract and CV are always written in the respective language of presentation.++

Abstract: Museen stehen zunehmend im Wettbewerb um Aufmerksamkeit und öffentliche Mittel. Besuchszahlen, Einnahmen und Drittmittel gelten oft als zentrale Erfolgsindikatoren. Eine Studie des Instituts für Museumsforschung hat erstmals deutschlandweit die ökonomischen Effekte von Museen auf der Makroebene – etwa Wertschöpfung, Beschäftigung und Tourismus – erhoben und verdeutlicht, dass öffentliche Mittel, die in Museen fließen, als Investitionen zu verstehen sind, da sie erhebliche finanzielle Rückflüsse generieren. Zugleich wird deutlich, dass Museen als Non-Profit-Organisationen primär gesellschaftliche, kulturelle und soziale Ziele verfolgen und die ökonomische Wertschöpfung allein den Wert musealer Arbeit nur unzureichend abbildet. Der Beitrag entwickelt daher ein erweitertes Wertverständnis, das ökonomische Wirkung mit Vertrauensbildung, Bildungsleistung, Sammlungs-, Kultur- und Erlebniswert sowie lokaler Verankerung zusammendenkt. Er benennt den ökonomischen „Wert“ von Museen und ordnet ihn ein, ohne dabei die nicht-monetären Leistungen aus dem Blick zu verlieren.

Kathrin Grotz ist seit April 2020 stellvertretende Direktorin des Instituts für Museumsforschung der Staatlichen Museen zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Neben der statistischen Gesamterhebung für die Museen in Deutschland gilt ihr aktuelles Interesse innovativen Formaten der Wissenskommunikation, Evaluierung und Besucherforschung sowie Sammlungen und Objektzirkulationen mit Fokus auf Naturkunde. Davor war sie fast zwei Jahrzehnte am Botanischen Garten und Botanischen Museum der Freien Universität Berlin beschäftigt, wo sie als leitende Kuratorin zahlreiche Ausstellungen verantwortete und die Rolle von Modellen und Dioramen in Wissenskommunikation und Wissenschaftsgeschichte erforschte. Sie hat Neuere Geschichte, Ethnologie und Politikwissenschaft an den Universitäten Heidelberg und Albuquerque, New Mexico studiert sowie ein wissenschaftliches Volontariat an den Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim absolviert.

Patricia Rahemipour ist Direktorin des Instituts für Museumsforschung der Staatlichen Museen zu Berlin und aktuell eine der beiden Sprecher*innen des Forschungscampus Dahlem. Besonderer Schwerpunkt und reichlich Erfahrung liegen im kuratorischen Bereich. Intensive Forschungstätigkeiten im Bereich der Museums Studies. Nach ihrer Tätigkeit als Leiterin der Lehrsammlung am Lehrstuhl für Ur- und Frühgeschichte an der Universität Leipzig arbeitete sie u.a. als Projektleiterin und leitende Kuratorin für das Deutsche Archäologische Institut und das Exzellenzcluster Topoi, an der Römisch-Germanischen Kommission, am Jüdischen Museum Frankfurt, sowie am Botanischen Garten Berlin, wo sie die Leitung des Botanischen Museums und der Abteilung Wissenskommunikation übernahm.

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