{"id":558,"date":"2014-11-20T14:00:53","date_gmt":"2014-11-20T13:00:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fokum.org\/newsite_forg\/?page_id=558"},"modified":"2019-12-22T17:08:53","modified_gmt":"2019-12-22T16:08:53","slug":"andrea-christine-bambi","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/fokum.org\/en\/andrea-christine-bambi\/","title":{"rendered":"Andrea Christine Bambi"},"content":{"rendered":"<p><strong>SCH\u00d6NE-VORTRAG ON FRIDAY, 31\/10\/2014<\/strong><\/p>\n<p>Dr. Andrea Christine Bambi, Munich, talks about:<\/p>\n<p><strong>Verloren durch Auktion, Tausch und Verkauf \u2013 Schmerzhafte L\u00fccken im Bestand der Bayerischen\u00a0Staatsgem\u00e4ldesammlungen<\/strong><\/p>\n<p><strong>Date: <\/strong>31\/10\/2014, 6:15 pm<br \/>\n<strong>Venue:\u00a0<\/strong>Room\u00a0A 111, Architecture Building\u00a0of the TU, Stra\u00dfe des 17. Juni 150\/152, 10623 Berlin<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An event of the <a href=\"http:\/\/www.richard-schoene-gesellschaft.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Richard Sch\u00f6ne Gesellschaft f\u00fcr Museumsgeschichte e.V.<\/a>\u00a0with the\u00a0<a href=\"http:\/\/www.kuk.tu-berlin.de\/menue\/fachgebiet_kunstgeschichte_der_moderne\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Chair for Modern Art History<\/a>\u00a0at the Technische Universit\u00e4t Berlin and the Forum Kunst und Markt<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"https:\/\/www.fokum.org\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Sch\u00f6ne-Vortrag.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-608 size-medium\" src=\"https:\/\/www.fokum.org\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Sch\u00f6ne-Vortrag-300x163.jpg\" alt=\"Sch\u00f6ne Vortrag\" width=\"300\" height=\"163\" srcset=\"https:\/\/fokum.org\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Sch\u00f6ne-Vortrag-300x163.jpg 300w, https:\/\/fokum.org\/wp-content\/uploads\/2014\/11\/Sch\u00f6ne-Vortrag.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/strong><span class=\"smal\">++Title, abstract and CV are always written in the respective language of presentation.<\/span>++<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Abstract:<\/strong> Wenn in Museen \u00fcber Ankaufsetats gesprochen wird, blickt man nicht selten auf vermeintlich gute alte Zeiten mit gro\u00dfz\u00fcgigen Etats zur\u00fcck und beklagt das heutige Nichtvorhandensein von Geld f\u00fcr Neuerwerbungen. F\u00fcr die Bayerischen Staatsgem\u00e4ldesammlungen in M\u00fcnchen scheint das, von wenigen Ausnahmen abgesehen, allerdings schon immer so gewesen zu sein. Ein Blick in die Altregistratur und die Durchsicht der umfangreichen Aktenbest\u00e4nde dazu best\u00e4tigen: Die Budgets waren schon vor 100 Jahren knapp.\u00a0 In den 1920er-Jahren versuchte man, wichtige Werke aus Privatbesitz f\u00fcr die Sammlungen zu erwerben und trennte sich daher von aus damaliger Sicht weniger bedeutenden Werken. Dabei hatte man durchaus vor Augen, dass diese Abgaben sich mangels zeitlicher Distanz als fehlerhaft erweisen konnten. Schlie\u00dflich war die Schlei\u00dfheimer Auktion von 1852 und der damit einhergehende Verlust von D\u00fcrers \u201eAnna Selbdritt\u201c noch pr\u00e4sent. Die Tauschgesch\u00e4fte in der Zeit des Nationalsozialismus hingegen vermitteln im R\u00fcckblick den Eindruck eines von allen moralischen Grenzen befreiten Kunstwerke-Basars, in dem ein auserw\u00e4hlter Kreis von Museumsdirektoren, Kunsth\u00e4ndlern und Vermittlern mit den Sammlungsbest\u00e4nden operierte. Werke von Monet, Renoir und van Gogh gingen verloren.\u00a0 Nach 1945 waren die Bayerischen Staatsgem\u00e4ldesammlungen nicht nur durch die Tauschgesch\u00e4fte, sondern auch durch die Abgaben im Rahmen der Aktion \u201eEntartete Kunst\u201c dezimiert. Ganze Sammlungsbest\u00e4nde mussten neu aufgebaut werden. Dies gelang nur mit erneuten Abgaben, die jetzt aus den sogenannten \u00dcberweisungen aus Staatsbesitz stammten. Damit sind die Kunstsammlungen der Nationalsozialisten gemeint, die nun diskret ver\u00e4u\u00dfert wurden. Mit deren Erl\u00f6sen wurde die Klassische Moderne in M\u00fcnchen neu aufgebaut. Der Vortrag stellt die wichtigsten Gem\u00e4ldeabgaben vor und sucht nach Kriterien und Motivationen f\u00fcr diese Eingriffe in historische Sammlungskomplexe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Dr. Andrea Christine Bambi<\/strong> hat Kunstgeschichte, Theaterwissenschaften und Neuere Deutsche Literatur in M\u00fcnchen studiert und mit einem Sammlerportr\u00e4t \u00fcber Adolf Friedrich Graf von Schack promoviert. Sie ist Konservatorin f\u00fcr die M\u00fcnchner Pinakotheken und war von 2006 bis 2008 als Forschungskoordinatorin und Pressereferentin am Kunsthistorischen Institut in Florenz t\u00e4tig. Seit 2008 leitet sie das neu gegr\u00fcndete Referat f\u00fcr Provenienzforschung bei den Pinakotheken, die Kulturg\u00fcterausfuhr f\u00fcr Bayern und ist Referentin f\u00fcr das Olaf Gulbransson Museum in Tegernsee. Sie koordiniert diverse drittmittelgef\u00f6rderte Forschungsprojekte zur Provenienzforschung, ist Beiratsmitglied des Freundeskreis Heinrich Campendonk e.V. und Beiratsvorsitzende der Olaf Gulbransson Gesellschaft e.V.<\/p>\n<p align=\"right\"><a class=\"smal\" title=\"Aktuelles Vortragsprogramm\" href=\"https:\/\/www.fokum.org\/en\/vortragsprogramm-wintersemester-20142015\/\">back<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>SCH\u00d6NE-VORTRAG ON FRIDAY, 31\/10\/2014 Dr. Andrea Christine Bambi, Munich, talks about: Verloren durch Auktion, Tausch und Verkauf \u2013 Schmerzhafte L\u00fccken im Bestand der Bayerischen\u00a0Staatsgem\u00e4ldesammlungen Date: 31\/10\/2014, 6:15 pm Venue:\u00a0Room\u00a0A 111, Architecture Building\u00a0of the TU, Stra\u00dfe des 17. 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