{"id":12324,"date":"2026-06-27T10:09:23","date_gmt":"2026-06-27T08:09:23","guid":{"rendered":"https:\/\/fokum.org\/?page_id=12324"},"modified":"2026-06-27T10:17:47","modified_gmt":"2026-06-27T08:17:47","slug":"jaeckel-kuhlmann-smirnov-schmiegelt-rietig","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/fokum.org\/en\/jaeckel-kuhlmann-smirnov-schmiegelt-rietig\/","title":{"rendered":"Jaeckel, Kuhlmann-Smirnov, Schmiegelt-Rietig"},"content":{"rendered":"\n<h1>Fokum Evening Lecture \u00a0Summer Term 2026<\/h1>\n<h2 class=\"has-text-color\"><span style=\"color: #c9252c;\"><strong>TU BERLIN \/\/ ONLINE<\/strong><\/span><\/h2>\n<div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"font-weight: 400;\">Dr Ralph Jaeckel, Dr Anne Kuhlmann-Smirnov und Dr Ulrike Schmiegelt-Rietig, Potsdam, talk about:<\/p>\n<h2 style=\"text-align: left;\">\u201eBergungsort \u2013 Schicksalsort. \u00dcber die Wege von Kunstwerken aus Privatbesitz nach dem Zweiten Weltkrieg\u201c<\/h2>\n<p style=\"font-weight: 400;\">Evening lecture in cooperation with the <a href=\"https:\/\/kulturgutverluste.de\/\">Deutsches Zentrum Kulturgutverluste<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><strong>Datum:<\/strong> Jule 6, 2026, 18:15-19:45 CET\u00a0<br \/><strong>TU Berlin Zoom-Link: <\/strong><a href=\"https:\/\/tu-berlin.zoom-x.de\/j\/65195562463?pwd=H1aKkrpatzIUkygnoyA78FaFXyFTAT.1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/tu-berlin.zoom-x.de\/j\/65195562463?pwd=H1aKkrpatzIUkygnoyA78FaFXyFTAT.1<\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_12329\" style=\"width: 635px\"  class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-12329 size-large\" src=\"https:\/\/fokum.org\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/abb_jaeckl-kuhlmann-schmiegelt-1024x576.jpg\" alt=\"\" width=\"625\" height=\"352\" srcset=\"https:\/\/fokum.org\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/abb_jaeckl-kuhlmann-schmiegelt-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/fokum.org\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/abb_jaeckl-kuhlmann-schmiegelt-300x169.jpg 300w, https:\/\/fokum.org\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/abb_jaeckl-kuhlmann-schmiegelt-768x432.jpg 768w, https:\/\/fokum.org\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/abb_jaeckl-kuhlmann-schmiegelt-1536x863.jpg 1536w, https:\/\/fokum.org\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/abb_jaeckl-kuhlmann-schmiegelt-2048x1151.jpg 2048w, https:\/\/fokum.org\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/abb_jaeckl-kuhlmann-schmiegelt-624x351.jpg 624w, https:\/\/fokum.org\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/abb_jaeckl-kuhlmann-schmiegelt-1320x742.jpg 1320w\" sizes=\"auto, (max-width: 625px) 100vw, 625px\" \/><p class=\"wp-caption-text\">Goltzow Castle, Zauch-Belzig district, Province of Brandenburg (Alexander Duncker Collection, 1850), file: Schloss Goltzow Sammlung Duncker.png (Wikimedia Commons, public domain); Bunker at Friedrichshain after demolition, Federal Archives, image 183-M1203-316 \/ Donath, Otto \/ CC-BY-SA 3.0; Yevgeny Ludzhuvit and colleagues, photograph from 1945 (detail), photograph: SPSG, Archive, photograph inventory number: F0006231; Flag of the Soviet Union, public domain (File: Flag of the Soviet Union (1936\u20131955).svg).<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">++Title, abstract and CV are always written in the respective language of presentation.++<\/p>\n<div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><b><span lang=\"EN-US\">Abstract: <\/span><\/b>W\u00e4hrend des Zweiten Weltkrieges wurden von den Berliner und Brandenburger Museen, Schl\u00f6ssern und Kulturbeh\u00f6rden weit mehr als f\u00fcnfzig zentrale Verlagerungsorte genutzt, um \u00f6ffentliche und private Kunstsammlungen vor den verheerendsten Einfl\u00fcssen des Krieges zu sch\u00fctzen. Diese befanden sich sowohl in der Metropole Berlin als auch \u2013 im Verlauf des Krieges zunehmend \u2013 in der umgebenden Provinz Brandenburg sowie in weit entfernt liegenden Gebieten, die vor alliierten Luftangriffen sicherer erschienen. Hier entschied sich das Schicksal der verlagerten Werke nach den sich an diesen Orten auswirkenden weltgeschichtlichen und lokalen Einfl\u00fcssen: Physische Zerst\u00f6rung durch Beschuss oder Brand, Pl\u00fcnderung und Diebstahl durch die \u00f6rtliche Bev\u00f6lkerung, Fl\u00fcchtende oder Soldaten der Besatzungsm\u00e4chte, Einsickern in den Schwarzmarkt. Andere Werke kehrten nach Kriegsende direkt zu ihren Eigent\u00fcmern zur\u00fcck oder, im Westen des besetzten Deutschlands, mit Zwischenstation in den Central Collecting Points. In der sowjetisch besetzten Zone kam es zum Abtransport von etwa 2,6 Millionen Objekten in die UdSSR. Rund 1,5 Millionen von ihnen wurden ab den 1950er Jahren in die DDR restituiert. Schlie\u00dflich kam es in den Gebieten jenseits von Oder und Nei\u00dfe zur \u00dcbernahme umfangreicher Best\u00e4nde privater Sammler:innen in polnischen Besitz \u2013 in einigen wenigen F\u00e4llen kehrten 1953 einzelne St\u00fccke als &#8220;Freundschaftsgeschenk&#8221; des polnischen Volkes an das deutsche Brudervolk in die DDR zur\u00fcck. Viele jedoch bleiben bis heute verschollen. Der Vortrag gibt Einblick in die Ergebnisse des Forschungsprojekts \u201e<a href=\"https:\/\/kulturgutverluste.de\/projekte\/private-kunstsammlungen-im-zweiten-weltkrieg-und-der-nachkriegszeit-kontexte-der-0\">Private Kunstsammlungen im Zweiten Weltkrieg und in der Nachkriegszeit. Kontexte der kriegsbedingten Kulturgutverlagerung unter besonderer Ber\u00fccksichtigung der Abtransporte in die Sowjetunion<\/a>\u201c, das vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste gef\u00f6rdert wird.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"color: #c9252c;\"><strong>Ralph Jaeckel <\/strong><\/span>studierte an der Humboldt-Universit\u00e4t zu Berlin Kunstwissenschaft und war im Anschluss wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut f\u00fcr St\u00e4dtebau und Architektur bei der Bauakademie der DDR. 1999 promovierte er \u00fcber die staatlichen Programme zur Erneuerung von St\u00e4dten in Brandenburg-Preu\u00dfen im 18. Jahrhundert. Ab 2005 war er als Provenienzforscher bei der damaligen Koordinierungsstelle f\u00fcr Kulturgutverluste in Magdeburg und bei einer privaten Firma f\u00fcr Familienforschung in Potsdam t\u00e4tig. Im Rahmen der Initiative \u201e<a href=\"https:\/\/www.preussischer-kulturbesitz.de\/schwerpunkte\/kooperationen\/deutsch-russischer-museumsdialog.html\">Deutsch-Russischer Museumsdialog<\/a>\u201c wertete er von 2008 bis 2019 bei der <a href=\"https:\/\/www.smb.museum\/fileadmin\/website\/Presse\/Pressematerial\/2015\/03\/DeuRuMusdialog-D.pdf\">Kulturstiftung der L\u00e4nder<\/a> Transport- und Verteilungslisten kriegsbedingt in die Sowjetunion verbrachter Kulturg\u00fcter aus. Seit November 2023 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Stiftung Preu\u00dfische Schl\u00f6sser und G\u00e4rten Berlin-Brandenburg in dem durch das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste gef\u00f6rderten Forschungsprojekt \u201e<a href=\"https:\/\/kulturgutverluste.de\/projekte\/private-kunstsammlungen-im-zweiten-weltkrieg-und-der-nachkriegszeit-kontexte-der\">Private Kunstsammlungen im Zweiten Weltkrieg und in der Nachkriegszeit. Kontexte der kriegsbedingten Kulturgutverlagerung unter besonderer Ber\u00fccksichtigung der Abtransporte in die Sowjetunion<\/a>\u201c. Im ersten vom November 2023 bis November 2025 realisierten Projekt untersuchte er Vorg\u00e4nge bei den Sicherungsma\u00dfnahmen f\u00fcr Kunstwerke aus privatem Besitz in Berlin. In dem nun <a href=\"https:\/\/kulturgutverluste.de\/projekte\/private-kunstsammlungen-im-zweiten-weltkrieg-und-der-nachkriegszeit-kontexte-der-0\">laufenden Projekt<\/a> erforscht er vergleichbare Entwicklungen in Dessau und der Region Anhalt.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><span style=\"color: #c9252c;\"><strong>Anne Kuhlmann-Smirnov<\/strong><\/span> studierte an der Universit\u00e4t Bremen Kulturgeschichte Ost- und Ostmitteleuropas, Germanistik und Amerikanistik, promovierte im Feld der Black European Studies, und war ab 2010 wissenschaftliche Mitarbeiterin der Arbeitsgruppe \u201eKriegsverluste deutscher Museen\u201c der Initiative &#8220;<a href=\"https:\/\/www.preussischer-kulturbesitz.de\/schwerpunkte\/kooperationen\/deutsch-russischer-museumsdialog.html\">Deutsch-Russischer Museumsdialog<\/a>&#8221; der <a href=\"https:\/\/www.smb.museum\/fileadmin\/website\/Presse\/Pressematerial\/2015\/03\/DeuRuMusdialog-D.pdf\">Kulturstiftung der L\u00e4nder<\/a> und Stiftung Preu\u00dfischer Kulturbesitz (Auswertung von Transportlisten des sowjetischen Kunstkomitees aus Deutschland in die Sowjetunion). Von November 2023 bis November 2025 war sie Mitarbeiterin im vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste gef\u00f6rderten Projekt \u201e<a href=\"https:\/\/kulturgutverluste.de\/projekte\/private-kunstsammlungen-im-zweiten-weltkrieg-und-der-nachkriegszeit-kontexte-der\">Private Kunstsammlungen im Zweiten Weltkrieg und in der Nachkriegszeit. Kontexte der kriegsbedingten Kulturgutverlagerung unter besonderer Ber\u00fccksichtigung der Abtransporte in die Sowjetunion<\/a>\u201c mit Schwerpunkt auf dem Bergungsgeschehen in der Provinz (Mark) Brandenburg, seit November 2025 in einem <a href=\"https:\/\/kulturgutverluste.de\/projekte\/private-kunstsammlungen-im-zweiten-weltkrieg-und-der-nachkriegszeit-kontexte-der-0\">Nachfolgeprojekt<\/a> fokussiert auf das Geschehen in Dresden und Sachsen.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400;\"><a href=\"https:\/\/www.spsg.de\/forschung-sammlungen\/forschung\/provenienzforschung\"><strong>Ulrike Schmiegelt-Rietig<\/strong><\/a> studierte Kunstgeschichte, Osteurop\u00e4ische Geschichte und Slawische Philologie an der Christian-Albrechts-Universit\u00e4t zu Kiel und \u2013 als Stipendiatin des DAAD \u2013 an der RGGU [Rossijskij Gosudarstvennyj Gumanitarnyj Universitet] in Moskau. An der Universit\u00e4t Kiel wurde sie mit einer Arbeit \u00fcber das Bildprogramm der Wladimirkathedrale in Kiew promoviert (\u201eEine Geschichte von Heiligen und Helden. Das Bildprogramm der Vladimirkathedrale in Kiev\u201c, K\u00f6ln, Weimar 2018). Nach einem Volontariat am Deutschen Historischen Museum war sie zwischen 2000 und 2012 ebendort sowie am Museum Berlin-Karlshorst und bei der Stiftung Deutsche Kinemathek \u2013 Museum f\u00fcr Film und Fernsehen als Ausstellungskuratorin t\u00e4tig. Sie arbeitete unter anderem an den Ausstellungen \u201eMythen der Nationen. 1945. Arena der Erinnerungen\u201c (DHM 2004), \u201eVerf\u00fchrung Freiheit. Kunst in Europa seit 1945 (DHM 2012) mit und kuratierte das Multimediaprojekt \u201eWir waren so frei &#8230; Momentaufnahmen 1989\/1990\u201c (Deutsche Kinemathek 2009). Von 2012 bis 2014 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin f\u00fcr das von der VolkswagenStiftung gef\u00f6rderte Forschungsprojekt \u201e<a href=\"https:\/\/www.kulturstiftung.de\/russische-museen-im-zweiten-weltkrieg\/\">Russische Museen im Zweiten Weltkrieg<\/a>\u201c der Stiftung Preu\u00dfischer Kulturbesitz im Rahmen des <a href=\"https:\/\/www.preussischer-kulturbesitz.de\/schwerpunkte\/kooperationen\/deutsch-russischer-museumsdialog.html\">Deutsch-Russischen Museumsdialogs<\/a>, zusammen mit den Historikerinnen Corinna Kuhr-Korolev und Elena Zubkova unter der wissenschaftlichen Leitung von Wolfgang Eichwede. Die Forschungsergebnisse wurden in dem Band \u201eRaub und Rettung. Russische Museen im Zweiten Weltkrieg\u201c publiziert. Von April 2015 bis M\u00e4rz 2020 war Ulrike Schmiegelt-Rietig Provenienzforscherin an der Zentralen Stelle f\u00fcr Provenienzforschung in Hessen mit Sitz am Museum Wiesbaden. Seit April 2020 arbeitet sie als hauptamtliche Provenienzforscherin bei der Stiftung Preu\u00dfische Schl\u00f6sser und G\u00e4rten in Potsdam.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: right;\"><a href=\"https:\/\/fokum.org\/en\/aktuelles-vortragsprogramm\/\">back<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fokum Evening Lecture \u00a0Summer Term 2026 TU BERLIN \/\/ ONLINE Dr Ralph Jaeckel, Dr Anne Kuhlmann-Smirnov und Dr Ulrike Schmiegelt-Rietig, Potsdam, talk about: \u201eBergungsort \u2013 Schicksalsort. \u00dcber die Wege von Kunstwerken aus Privatbesitz nach dem Zweiten Weltkrieg\u201c Evening lecture in cooperation with the Deutsches Zentrum Kulturgutverluste Datum: Jule 6, 2026, 18:15-19:45 CET\u00a0TU Berlin Zoom-Link: https:\/\/tu-berlin.zoom-x.de\/j\/65195562463?pwd=H1aKkrpatzIUkygnoyA78FaFXyFTAT.1 [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-12324","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/fokum.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/12324","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/fokum.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/fokum.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fokum.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fokum.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12324"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/fokum.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/12324\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12342,"href":"https:\/\/fokum.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/12324\/revisions\/12342"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/fokum.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12324"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}