{"id":10925,"date":"2024-01-26T10:59:48","date_gmt":"2024-01-26T09:59:48","guid":{"rendered":"https:\/\/fokum.org\/?page_id=10925"},"modified":"2024-02-02T11:24:27","modified_gmt":"2024-02-02T10:24:27","slug":"hackmann","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/fokum.org\/en\/hackmann\/","title":{"rendered":"Lisa Hackmann"},"content":{"rendered":"\n<h1>Fokum eEvening Lecture Winter Term 2023\/2024<\/h1>\n<h2 class=\"has-text-color\"><span style=\"color: #c9252c;\"><strong>LIVE ONLINE EVENT<\/strong> \/\/ TUB-ZOOM<\/span><\/h2>\n<p>Dr. Lisa Hackmann, Berlin, talks about:<\/p>\n<h2>Ber\u00fchmt auch in New York: Paul Delaroches Marktstrategien im 19. Jahrhundert<\/h2>\n<p><strong>Date:<\/strong> 12\/02\/24, 18:15-19:45 CET<br \/><strong>TU Berlin Zoom-Link: <\/strong><a href=\"https:\/\/tu-berlin.zoom.us\/j\/68980558906?pwd=UGRKNXhYN1l5R0pRVVhsSHJsTk1tZz09\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/tu-berlin.zoom.us\/j\/68980558906?pwd=UGRKNXhYN1l5R0pRVVhsSHJsTk1tZz09<\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_10947\" style=\"width: 635px\"  class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-10947 size-large\" src=\"https:\/\/fokum.org\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Abbildungen_Webseite-Newsletter_Hackmann-1024x505.png\" alt=\"\" width=\"625\" height=\"308\" srcset=\"https:\/\/fokum.org\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Abbildungen_Webseite-Newsletter_Hackmann-1024x505.png 1024w, https:\/\/fokum.org\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Abbildungen_Webseite-Newsletter_Hackmann-300x148.png 300w, https:\/\/fokum.org\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Abbildungen_Webseite-Newsletter_Hackmann-768x379.png 768w, https:\/\/fokum.org\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Abbildungen_Webseite-Newsletter_Hackmann-1536x758.png 1536w, https:\/\/fokum.org\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Abbildungen_Webseite-Newsletter_Hackmann-624x308.png 624w, https:\/\/fokum.org\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Abbildungen_Webseite-Newsletter_Hackmann-1320x651.png 1320w, https:\/\/fokum.org\/wp-content\/uploads\/2024\/01\/Abbildungen_Webseite-Newsletter_Hackmann.png 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 625px) 100vw, 625px\" \/><p class=\"wp-caption-text\">Left: Forty-five portraits of painters from the studio of Paul Delaroche, n.d., oil on canvas, 113 \u00d7 143 cm, Paris, Petit Palais, Mus\u00e9e des Beaux-Arts de la Ville de Paris. Right: Paul Delaroche, Napoleon I in Fontainebleau on 31 March 1814, 1845, oil on canvas, 180.5 \u00d7 137.5 cm, Leipzig, Museum der Bildenden K\u00fcnste.<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">++Title, abstract and CV are always written in the respective language of presentation.++<\/p>\n<div>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\"><strong>Abstract: <\/strong>Der Historienmaler Paul Delaroche (1797\u20131856) inszenierte in seinen Bildern wirkungsvoll die schicksalhaften Momente gekr\u00f6nter H\u00e4upter der englischen und franz\u00f6sischen Geschichte. Damit wurde er nicht nur in Europa, sondern auch in Nordamerika zu einem gefeierten K\u00fcnstler. Unmittelbar nach dem Tod des franz\u00f6sischen Malers attestierte ihm die internationale Presse einhellig eine globale Strahlkraft, die kein K\u00fcnstler je zuvor erreicht h\u00e4tte. Im Rahmen meiner <a href=\"https:\/\/www.tu.berlin\/kuk\/forschung\/projekte\/abgeschlossene-dissertationen\/lisa-hackmann-paul-delaroche-das-phaenomen-globaler-beruehmtheit-im-19-jahrhundert-dissertation\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Dissertation<\/a> wurde das Ph\u00e4nomen dieser au\u00dfergew\u00f6hnlichen Ber\u00fchmtheit erstmals umfassend in den Blick genommen und vor dem Hintergrund eines sich rasant wandelnden Kunstsystems in der ersten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts untersucht. Der Fokus lag dabei auf den Mechanismen des Ausstellungswesens, der Rolle der Kunst\u00f6ffentlichkeit, der Kunstkritik sowie des europ\u00e4ischen und transatlantischen Kunstmarkts.<br \/>Der Vortrag stellt verschiedene Schaupl\u00e4tze in der Karriere des K\u00fcnstlers vor und analysiert sie hinsichtlich der mit ihnen verbundenen strategischen Vermarktung seiner Werke. Obwohl Delaroche, wie sich zeigen wird, auch selbst sehr an seiner gro\u00dfen Strahlkraft interessiert war und entsprechend agierte, ist er nicht alleiniger \u201eSch\u00f6pfer\u201c seiner eigenen Ber\u00fchmtheit. These ist es vielmehr, dass es den Maler als handelndes Subjekt und gleichzeitig als Objekt in einem seine Ber\u00fchmtheit konstituierenden System aus Akteuren, Medien und \u00d6ffentlichkeit zu betrachten gilt.<br \/>Nach einem kurzen einleitenden Blick auf den Ausgangspunkt der Ber\u00fchmtwerdung Delaroches, den Pariser Salonausstellungen \u2013 Herzst\u00fcck des staatlichen Kunstbetriebs in Frankreich und zugleich europaweit rezipierte, gr\u00f6\u00dfte und wichtigste Kunstschau \u2013 sowie dem Lehratelier Delaroches mit seinen internationalen Sch\u00fcler:innen behandelt der Vortrag anschlie\u00dfend vertiefend die Vermarktung von Delaroches \u0152uvre in Form von Originalen und Reproduktionen auf dem rasant expandierenden Kunstmarkt. Eine zentrale Rolle spielten hierbei der Verleger und Kunsth\u00e4ndler Adolphe Goupil und seine weitverzweigten Gesch\u00e4ftsbeziehungen. Ab den 1830er Jahren machte er die Gem\u00e4lde Delaroches zun\u00e4chst in Form grafischer, sp\u00e4ter auch fotografischer Reproduktionen gro\u00dffl\u00e4chig \u00fcber Europas Grenzen hinaus bekannt.<br \/>Ab Mitte der 1840er Jahre intensivierte sich die Zusammenarbeit mit dem Einstieg Goupils in den Gem\u00e4ldehandel, der nun die maximale wirtschaftliche Verwertung der immens nachgefragten Werke Delaroches konsequent vorantrieb. Inhaltlich eng damit verkn\u00fcpft geht es abschlie\u00dfend um das reziproke Verh\u00e4ltnis zwischen Delaroches Ber\u00fchmtheit und der Zirkulation und \u00f6ffentlichen Pr\u00e4sentation seiner Werke auf Ausstellungen im Ausland. Besonders ab den 1840er Jahren wuchs die transnationale Sichtbarkeit seiner Bilder, auch bedingt durch schnellere M\u00f6glichkeiten des Transports und der Kommunikation.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/tu-berlin.academia.edu\/LisaHackmann\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lisa Hackmann<\/a> studierte Kunstgeschichte und Neuere deutsche Philologie in Leipzig, Berlin und Paris. Von 2010 bis 2015 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im deutsch-franz\u00f6sischen Forschungsprojekt <a href=\"https:\/\/www.tu.berlin\/kuk\/forschung\/projekte\/abgeschlossene-forschungsprojekte\/arttransform-transnationale-kuenstlerausbildung-zwischen-frankreich-und-deutschland-1793-1870\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ArtTransForm<\/a> an der TU Berlin zur Mobilit\u00e4t junger Maler:innen zwischen Frankreich und Deutschland im 19. Jahrhundert. 2018 war sie f\u00fcr das Projekt zum <em>Kunstfund Gurlitt<\/em> des <a href=\"https:\/\/kulturgutverluste.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Deutschen Zentrums Kulturgutverluste<\/a> t\u00e4tig. Im Jahr 2020 schloss sie ihre von B\u00e9n\u00e9dicte Savoy betreute Dissertation ab, die unter dem Titel <em>Paul Delaroche \u2013 Das Ph\u00e4nomen globaler Ber\u00fchmtheit im 19. Jahrhundert. Kunst\u00f6ffentlichkeit \u2013 Kunstkritik \u2013 Kunstmarkt <\/em>2022 im Dietrich Reimer Verlag erschien. Von 2020 bis 2022 war sie als Mitarbeiterin des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste u.a. mit j\u00fcdischen Kunstsammlungen und ihren Schicksalen w\u00e4hrend der NS-Zeit befasst. Seit 2023 erforscht sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin des <a href=\"https:\/\/www.smb.museum\/museen-einrichtungen\/zentralarchiv\/home\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zentralarchivs der Staatlichen Museen zu Berlin \u2013 Stiftung Preu\u00dfischer Kulturbesitz<\/a> die Provenienzen von Werken aus der Sammlung Ulla und Heiner Pietzsch und besch\u00e4ftigt sich in diesem Zusammenhang verst\u00e4rkt mit dem internationalen Markt surrealistischer Kunst.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: right;\"><a href=\"https:\/\/fokum.org\/en\/aktuelles-vortragsprogramm\/\">back<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fokum eEvening Lecture Winter Term 2023\/2024 LIVE ONLINE EVENT \/\/ TUB-ZOOM Dr. Lisa Hackmann, Berlin, talks about: Ber\u00fchmt auch in New York: Paul Delaroches Marktstrategien im 19. 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