{"id":10195,"date":"2023-02-02T10:44:36","date_gmt":"2023-02-02T09:44:36","guid":{"rendered":"https:\/\/fokum.org\/?page_id=10195"},"modified":"2023-02-17T07:25:55","modified_gmt":"2023-02-17T06:25:55","slug":"schiemann-topp","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/fokum.org\/en\/schiemann-topp\/","title":{"rendered":"Xenia Schiemann, Marlen Topp"},"content":{"rendered":"\n<h1>Fokum eEvening Lecture Winter Term 2022\/2023<\/h1>\n<h2 class=\"has-text-color\"><span style=\"color: #c9252c;\"><strong>LIVE ONLINE EVENT<\/strong> \/\/ TUB-ZOOM<\/span><\/h2>\n<p>Xenia Schiemann, M.A., Berlin, und Dr. Marlen Topp, M\u00fcnchen,\u00a0talk about:<\/p>\n<h2>Business as usual? Ostdeutsche Antiquit\u00e4tenexporte auf dem westlichen Kunstmarkt<\/h2>\n<p><em>Evening Lecture in cooperation with the colloquium of the German Lost Art Foundation, introduction by Dr. Uwe Hartmann<\/em><\/p>\n<p><strong>Date:<\/strong> 13\/02\/23, 18:15-19:45 h CET<br \/><strong>Venue: <\/strong>TUB-Zoom<\/p>\n<div id=\"attachment_10187\" style=\"width: 672px\"  class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-10187\" src=\"https:\/\/fokum.org\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Abb_Schiemann_Topp_2-1024x729.png\" alt=\"\" width=\"662\" height=\"471\" srcset=\"https:\/\/fokum.org\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Abb_Schiemann_Topp_2-1024x729.png 1024w, https:\/\/fokum.org\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Abb_Schiemann_Topp_2-300x213.png 300w, https:\/\/fokum.org\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Abb_Schiemann_Topp_2-768x546.png 768w, https:\/\/fokum.org\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Abb_Schiemann_Topp_2-1536x1093.png 1536w, https:\/\/fokum.org\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Abb_Schiemann_Topp_2-624x444.png 624w, https:\/\/fokum.org\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Abb_Schiemann_Topp_2-1320x939.png 1320w, https:\/\/fokum.org\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Abb_Schiemann_Topp_2.png 1560w\" sizes=\"auto, (max-width: 662px) 100vw, 662px\" \/><p class=\"wp-caption-text\">Left: First auction catalogue of the Staatlicher Kunsthandel of the GDR, photo: German Lost Art Foundation; right: advertising leaflet of Kunst und Antiquit\u00e4ten GmbH (detail) \u00a9 Stiftung Stadtmuseum Berlin<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">++Due to the measures to contain COVID-19, all events of the Forum Kunst und Markt \/ Centre for Art Market Studies take place online in the winter term 2022\/2023.++<br \/><br \/>++Title, abstract and CV are always written in the respective language of presentation.++<\/p>\n<div>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\"><strong>Abstract:<\/strong> Im Jahre 1967 wandte sich der Stellvertreter des Ministers f\u00fcr Kultur der DDR Kurt Bork an den ostdeutschen Kulturfunktion\u00e4r Alfred Kurella mit der Frage, \u201ewer sich nach Ihrer Kenntnis der Lage auf diesem Gebiet m\u00f6glicherweise f\u00fcr die Mitarbeit im Antiquit\u00e4tenhandel eignen w\u00fcrde?\u201c Kurella antwortete:<\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Einen Kunstwissenschaftler zu nehmen, w\u00fcrde ich dringend abraten \u2013 hier braucht man mehr einen Spezialisten f\u00fcr den Antiquit\u00e4ten<u>handel<\/u>, der einerseits die sehr komplizierte Preisbildung auf dem internationalen Markt kennt und gleichzeitig eine Ahnung von den vielfachen Formen der Schiebung hat, die ja heute noch an der Tagesordnung sind. Wo man einen solchen Mann finden soll, der zugleich und vor allem ein zuverl\u00e4ssiger Sozialist ist, wei\u00df ich wirklich nicht zu sagen.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Kurellas Antwort offenbart die Problemfelder des sozialistischen Antiquit\u00e4tenhandels zu Zeiten des Kalten Krieges. Dennoch ist es der DDR trotz des Eisernen Vorhangs sowie der ideologischen und kulturpolitischen Gegens\u00e4tze gelungen, einen regelm\u00e4\u00dfigen Export f\u00fcr Kunstgegenst\u00e4nde und Antiquit\u00e4ten auf den Kunstm\u00e4rkten im Westen zur Beschaffung der stets fehlenden und \u00f6konomisch so notwendigen Devisen zu organisieren. Zwei Grundlagenforschungsprojekte in Berlin und M\u00fcnchen, die beide aus Mitteln des <a href=\"https:\/\/www.kulturgutverluste.de\/Webs\/DE\/Start\/Index.html\">Deutschen Zentrums Kulturgutverluste<\/a> gef\u00f6rdert werden, besch\u00e4ftigen sich aktuell mit den Mechanismen und Netzwerken der ostdeutschen Antiquit\u00e4tengesch\u00e4fte im kapitalistischen Westen zu Zeiten des Kalten Krieges:<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Das Kooperationsprojekt der Landesstelle f\u00fcr die nichtstaatlichen Museen in Bayern mit dem\u00a0Deutschen Zentrum Kulturgutverluste\u00a0untersucht <a href=\"https:\/\/www.museen-in-bayern.de\/die-landesstelle\/beratungundservice\/projekte\/provenienzforschung\/standard-titel.html\">kritische Provenienzen aus der SBZ und der DDR in den nichtstaatlichen Museen des Freistaates Bayern<\/a>. Prim\u00e4res Ziel ist es, die Ankaufspraxis westdeutscher bzw. bayerischer H\u00e4ndler und Museen zwischen 1945 und 1990 in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und in der DDR zu erschlie\u00dfen. Bislang fehlt eine Erforschung der diesbez\u00fcglichen konkreten Handelspartnerschaften, Motive und Sammlungsaktivit\u00e4ten in den westdeutschen Bundesl\u00e4ndern, die aber entscheidend ist f\u00fcr zuk\u00fcnftige, vertiefende Einzelfallforschungen. Im Vordergrund der ersten Phase der Studie stehen die Eruierung einschl\u00e4giger Quellen in den regionalen wie bundesweiten Archiven, die Sensibilisierung der (nichtstaatlichen) Museen f\u00fcr diese Thematik sowie die Vernetzung und Zusammenarbeit mit weiteren Forschungseinrichtungen zu diesem Schwerpunkt. Basierend auf der vom Bundesarchiv ver\u00f6ffentlichten Vertragspartnerliste der 1973 gegr\u00fcndeten \u201eKunst und Antiquit\u00e4ten GmbH\u201c (KuA), auf der sich sowohl bayerische Museen als auch lokale Kunsthandlungen befinden, sollen Netzwerke, Akteur*innen sowie Mechanismen dieser Kunstgesch\u00e4fte herausgearbeitet werden. \u00a0<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400; text-align: justify;\">Das Kooperationsprojekt des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste\u00a0mit dem Fachgebiet Kunstgeschichte der Moderne an der Technischen Universit\u00e4t Berlin zu den <a href=\"https:\/\/www.tu.berlin\/kuk\/forschung\/projekte\/laufende-forschungsprojekte\/die-geschaeftsbeziehungen-zwischen-der-kunst-und-antiquitaeten-gmbh-der-ddr-und-westlichen-auktionshaeusern-im-zeitraum-von-1973-bis-1990-mechanismen-netzwerke-objekte\">\u00a0Gesch\u00e4ftsbeziehungen zwischen der Kunst und Antiquit\u00e4ten GmbH der DDR und westlichen Auktionsh\u00e4usern im Zeitraum von 1973 bis 1990: Mechanismen \u2013 Netzwerke \u2013 Objekte<\/a> erforscht systematisch die Kunsthandelsaktivit\u00e4ten dieses ostdeutschen Antiquit\u00e4ten-Exporteurs mit westlichen Auktionsh\u00e4usern im zeitlichen Rahmen von der Gr\u00fcndung der Kunst und Antiquit\u00e4ten GmbH bis zu ihrer Aufl\u00f6sung kurz nach dem Mauerfall. Im Projekt werden die Strukturen und Mechanismen dieser Gesch\u00e4ftsbeziehungen sowie die Akteur*innen und Firmennetzwerke ermittelt. Es gilt dar\u00fcber hinaus, Kulturg\u00fcter aus enteigneten ostdeutschen Privatsammlungen und musealen Best\u00e4nden, die von der Kunst und Antiquit\u00e4ten GmbH auf direkten bzw. indirekten Wegen an westliche Auktionsh\u00e4user eingeliefert wurden, zu identifizieren. Von Bedeutung hierf\u00fcr ist ebenfalls die Untersuchung der Rezeption dieser Auktionen mit Kunstgegenst\u00e4nden aus der DDR in der Presse auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach einer kurzen Einf\u00fchrung von <strong>Dr. Uwe Hartmann<\/strong> in den <a href=\"https:\/\/www.kulturgutverluste.de\/Webs\/DE\/Forschungsfoerderung\/Projektfoerderung-Bereich-SBZ-DDR\/Index.html;jsessionid=E16288850C40B09B055B0D28CAEB84B7.m0\">Forschungsbereich Kulturgutentziehungen in SBZ\/DDR am Deutschen Zentrum Kulturgutverluste<\/a> werden in der Pr\u00e4sentation dieser beiden Kooperationsprojekte die Herausforderungen einer zun\u00e4chst ergebnisoffenen Grundlagenforschung geschildert und zugleich die Vorteile eines engen wissenschaftlichen Austausches zwischen diesen Projekten aufgezeigt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Dr. Marlen Topp <\/strong>ist seit 2017 wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Landesstelle f\u00fcr die nichtstaatlichen Museen in Bayern, seit 2020 im Bereich Provenienzforschung, zun\u00e4chst zust\u00e4ndig f\u00fcr den NS-Erstcheck und seit 2021 in einem Kooperationsprojekt mit dem Deutschen Zentrum Kulturgutverluste zur <a href=\"https:\/\/www.museen-in-bayern.de\/die-landesstelle\/beratungundservice\/projekte\/provenienzforschung\/standard-titel.html\">Untersuchung kritischer Provenienzen aus der SBZ und der DDR in den bayerischen nichtstaatlichen Museen<\/a>. Zuvor promovierte sie an der TU Berlin im Fachgebiet Kunstgeschichte der Moderne bei Prof. Dr. B\u00e9n\u00e9dicte Savoy \u00fcber die franz\u00f6sische Porzellanmanufaktur S\u00e8vres w\u00e4hrend der deutschen Besetzung (1940\u201344) und der Nachkriegszeit. Ihr Studium der Kunstgeschichte, Romanistik und Evangelischen Theologie an der TU Dresden und der Sorbonne-Paris IV schloss sie mit einer Magisterarbeit \u00fcber die R\u00fcckkehr der Schatzkammer \u201eGr\u00fcnes Gew\u00f6lbes\u201c aus der ehemaligen Sowjetunion und die Neueinrichtung im Albertinum ab. Danach war sie als Kuratorin am Porzellanikon \u2013 Staatliches Museum f\u00fcr Porzellan in Selb und Hohenberg a. d. Eger und f\u00fcr die Staatliche Porzellan-Manufaktur Meissen t\u00e4tig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/www.tu.berlin\/kuk\/ueber-uns\/team\/wissenschaftliche-mitarbeiterinnen\/xenia-schiemann\">Xenia Schiemann<\/a> studierte Germanistik und Anglistik an der Orenburger Staatlichen P\u00e4dagogischen Universit\u00e4t, Kunst- und Bildgeschichte sowie Italianistik an der Humboldt-Universit\u00e4t zu Berlin sowie Kunstwissenschaft an der University of Edinburgh und der Technischen Universit\u00e4t Berlin. An letzterer schloss sie 2019 ihr Masterstudium mit einer Arbeit zum <a href=\"https:\/\/depositonce.tu-berlin.de\/handle\/11303\/13013\">Kunsthandel zwischen Ost und West zu Zeiten des Kalten Krieges: Die Kunst und Antiquit\u00e4ten GmbH der DDR und das Londoner Auktionshaus Christie\u2019s<\/a> ab. Von 2017 bis 2019 wirkte sie als studentische Hilfskraft am Forum Kunst und Markt \/ Centre for Art Market Studies der TU Berlin mit. Seit 2020 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachgebiet Kunstgeschichte der Moderne der TU Berlin und forscht in einem <a href=\"https:\/\/www.tu.berlin\/kuk\/forschung\/projekte\/laufende-forschungsprojekte\/die-geschaeftsbeziehungen-zwischen-der-kunst-und-antiquitaeten-gmbh-der-ddr-und-westlichen-auktionshaeusern-im-zeitraum-von-1973-bis-1990-mechanismen-netzwerke-objekte\">Kooperationsprojekt<\/a> mit dem Deutschen Zentrum Kulturgutverluste zu Auktionsgesch\u00e4ften der Kunst und Antiquit\u00e4ten GmbH der DDR auf dem westlichen Kunstmarkt. Geplant wird von ihr ein Dissertationsvorhaben zu ostdeutschen Kunstexporten auf den Kunstm\u00e4rkten in den USA und Australien.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-10209\" src=\"https:\/\/fokum.org\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Logos_Schiemann-Topp_2-1024x202.png\" alt=\"\" width=\"666\" height=\"131\" srcset=\"https:\/\/fokum.org\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Logos_Schiemann-Topp_2-1024x202.png 1024w, https:\/\/fokum.org\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Logos_Schiemann-Topp_2-300x59.png 300w, https:\/\/fokum.org\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Logos_Schiemann-Topp_2-768x151.png 768w, https:\/\/fokum.org\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Logos_Schiemann-Topp_2-624x123.png 624w, https:\/\/fokum.org\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Logos_Schiemann-Topp_2.png 1085w\" sizes=\"auto, (max-width: 666px) 100vw, 666px\" \/><\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: right;\"><a href=\"https:\/\/fokum.org\/en\/aktuelles-vortragsprogramm\/\">back<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fokum eEvening Lecture Winter Term 2022\/2023 LIVE ONLINE EVENT \/\/ TUB-ZOOM Xenia Schiemann, M.A., Berlin, und Dr. Marlen Topp, M\u00fcnchen,\u00a0talk about: Business as usual? Ostdeutsche Antiquit\u00e4tenexporte auf dem westlichen Kunstmarkt Evening Lecture in cooperation with the colloquium of the German Lost Art Foundation, introduction by Dr. Uwe Hartmann Date: 13\/02\/23, 18:15-19:45 h CETVenue: TUB-Zoom ++Due [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-10195","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/fokum.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/10195","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/fokum.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/fokum.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fokum.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fokum.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10195"}],"version-history":[{"count":21,"href":"https:\/\/fokum.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/10195\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10224,"href":"https:\/\/fokum.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/10195\/revisions\/10224"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/fokum.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10195"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}